von Nurkan Erpulat, Jens Hillje
und Jean-Paul Lilienfeld
„Verrücktes Blut“ ist eine Amok-Komödie vom Zusammenprall der Kulturen. Hier wird Theater einmal als aktuelle politische Kunstform begriffen, als Abfolge von Befreiungsschlägen, die den Zuschauer zum Lachen bringen und ihm doch das eigene Denken nicht abnehmen wollen.
Berliner Theater Treffen, Wolfgang Höbel
„Verrücktes Blut“ ist grotesk, realistisch, bitter ernst, schallend komisch. Muss man gesehen haben.
Ruhr Nachrichten, Kai-Uwe Brinkmann
„Es ist 08:20 und wir haben immer noch nicht mit dem Unterricht angefangen.“ Theater-AG. Frau Kelich hat sich Friedrich Schiller vorgenommen – Die Räuber – Kabale & Liebe – Sturm und Drang – Ästhetische Erziehung. Ihre Schüler*innen interessieren sich allerdings für ganz andere Dinge. Sie beschimpfen und sie schlagen sich, sie kratzen sich mitten im Unterricht an ihren Genitalien und rotzen auf den Boden, und wenn ihnen einer blöd kommt oder um ein paar Sekunden Ruhe bittet, dann sagen sie: „Fick dich du Nutte“.
Es sind Kanacken. Junge Migrant*innen mit bildungsfernem Hintergrund, meist türkisch oder arabisch. Integrationsverweigerer, die statt zu arbeiten oder sich zu bilden lieber ihre Frauen zwingen Kopftuch zu tragen. Um 08:45 liegt die Klasse auf dem kalten Fußboden und gibt keinen Kommentar mehr von sich. Keinen Muckser. Frau Kelich hält eine Pistole in ihrer Hand. „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, erklärt sie. Und dann lässt sie die Klasse spielen.
Schiller. Die Räuber. Um Leben und Tod.
Mit:
Duygu Doyran, Alexandra Kuzmanović, Lewin Masuri, Ira Tinkloh, Levin Engbrocks, Niko König, Tobias Lange, Luca Oeltjenbruns.
Regie: Patric Welzbacher
Assistenz: Sina Fraidi, Indira Aguilera Starmans, Marie Driessen
Dauer: 90 Minuten mit 15-minütiger Pause
Post ID: 193
Booking Enabled: JA
Dates: 1 Termine gefunden
– 2022-04-01T19:00
Categories: 2 Kategorien
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